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Presse

Serie: mein Job

Beim Umzug kommt es auf gute Planung an

Was eine Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice so tut, schildert unser Auszubildender Christopher Petzelt im WAZ-Interview.

Second-Hand ist Trend!

Biete Schuhe, suche Tasche – Gebrauchtes aus dem Internet

Wer hip ist, kauft Second Hand. Was einige schon lange wissen, steht jetzt auch in der WAZ:

"Biete Schuhe, suche Tasche" - Gebrauchtes aus dem Internet. Den gesamten WAZ-Artikel lesen Sie hier:

Schätze aus 100 Jahren Wohnkultur

 Schätze aus 100 Jahren Wohnkultur

Was die WAZ zu unserer Neueröffnung am 6.10.2014 schreibt, lesen Sie hier

Allerhand und Innovation City

Oberbürgermeister Bernd Tischler besucht das Originelle Warenhaus.

Den ganzen WAZ-Artikel lesen Sie hier:

10 Jahre Allerhand

 Vor zehn Jahren wurde das erste Bottroper Second-Hand-Warenhaus gegründet.

Vor zehn Jahren wurde das erste Bottroper Second-Hand-Warenhaus gegründet

Den kompletten Artikel der WAZ lesen Sie hier: 

Die WAZ schreibt über Haushaltsauflösungen

Die WAZ hat uns bei einer Haushaltsauflösung begleitet.

 

"Das Bücher-Haus" - Den kompletten Artikel lesen Sie hier:

Drei Jahre, zwei Beine, eine Idee


Martina Peukert (rechts) und Inge Barth haben in ihrem Warenhaus ein großes Angebot an Hausrat im weitesten Sinne - was eben so bei Haushaltsauflösungen zusammenkommt. Foto: WAZ, Dirk Bannert Schmökern erlaubt ist in der Bücher-Ecke des originellen Warenhauses. Foto: WAZ, Dirk Bannert 
 
"Allerhand aus zweiter Hand" gewann einen Wettbewerb und damit einen originellen Preis: eine Image-Broschüre. Inhaberinnen schilderten ihre Existenzgründung
Origineller Preis fürs originelle Warenhaus: "Allerhand aus zweiter Hand", das Second-Hand-Warenhaus an der Gladbecker Straße 282, hat jetzt einen Wettbewerb gewonnen und erhält als Preis eine Imagebroschüre. Mit ein wenig Glück könnte es mit deren Herausgabe sogar noch bis Anfang Dezember klappen - ein passendes Geschenk zum dritten Geburtstag des Unternehmens, das nicht nur Warenhaus ist, sondern - als zweites Standbein - auch Haushaltsauflösungen vornimmt.

Ein Netzwerk von Unternehmensberatern, die sich vor allem um Existenzgründer kümmern, hatte den Wettbewerb ausgeschrieben. Um anderen Mut zu machen, sollten Gründer-Betriebe ihre Geschichte aufschreiben. Inge Barth und Martina Peukert, die beiden Inhaberinnen von "Allerhand", haben das getan und ihre persönlichen Erfahrungen bei der Gründung ihrer Firma geschildert.

Gründer statt mit Geld lieber mit einer Imagebroschüre zu unterstützen, gefällt den beiden. Immerhin sei als Gegenwert ein Betrag von rund 5000 Euro anzusetzen. Martina Peukert: "Das hätten wir jetzt nicht dafür ausgeben könne." Was die zwei Frauen mehr noch als der materielle Gewinn freut: "dass so unsere Arbeit gewürdigt wird".

Die Bottroper Werbeagentur Abbenhausen "Atelier 14" vom Blankenfeld wird (als Broschüren-Ersatz) zwei Faltblätter gestalten, eines zum Thema Haushaltsauflösungen, das andere zum Verkauf im Warenhaus.

Nach fast drei Jahren sind Martina Peukert und Inge Barth immer noch von ihrer Geschäftsidee und Entschediung zum Schritt in die Selbstständigkeit überzeugt: Haushaltsauflösungen als Dienstleistungen zu betreiben und sich darüber den Warenfluss für ihr Kaufhaus zu sichern.

Sie erinnern sich daran, wie die Bank damals genau eine Woche vor der Geschäftseröffnung ihre mündliche Kreditzusage zurückgenommen habe. "Man fand unsere Idee zu innovativ für Bottrop." Dank finanzieller Hilfe durch die Familie konnten die beiden doch starten.

Martina Peukert fragt sich angesichts ihrer Erfahrung, wie viele gute Ideen wohl auf der Strecke bleiben, weil sie Banken zu innovativ seien. "Da kann die Regierung in Berlin noch so viele Programme machen: wenn die Hausbanken vor Ort nicht mitspielen, wird daraus nie etwas."

Wenn "Allerhand" auch noch keine vollen Arbeitsplätze schaffen kann: 16 Beschäftigte hat das Unternehmen doch schon, gibt Frauen und Männern über Mini- und Zusatzjobs Arbeit.

Vor einem Jahr konnte man sich auch räumlich erweitern, es gelang - im doppelten Sinne - der Durchbruch vom Hinterhof in die erste Reihe, ins Ladenlokal in guter Geschäftslage an der Gladbecker Straße. 400 qm Verkaufsfläche gibt´s jetzt. Allerhand. h.p.

Allerhand spendet für Osteuropa-Hilfe

11.12.2004 / WAZ-LOKALAUSGABE / BOTTROP

"Es gibt nichts, das ich nicht verwenden kann"
Dr. Elisabeth Alemany setzt sich für Osteuropa-Hilfe ein

Wozu braucht der Mensch einen Teppich? Er ist dekorativ, antworten die Freunde gediegener Wohnkultur. Er dient der Wärmedämmung, antwortet die praktisch denkende Dr. Elisabeth Fessl de Alemany. Sie kennt in Rumänien, Jugoslawien oder der Ukraine Dutzende von kalten Orten, wo nackte Füße auf den Teppich warten.Dr. Alemanys Eingreifen im Zeichen der Osteuropa-Hilfe verhalf vielen ausrangierten Gegenständen zu einer zweiten Karriere im Ausland. Als Nachschub-Basis und Warenlager dient der ehemaligen Medizinern das Warenhaus "Allerhand aus zweiter Hand", vor einem Jahr von Inge Barth und Martina Peukert an der Gladbecker Straße 282 gegründet.
In den Räumen im Hinterhof wird ein repräsentativer Querschnitt durch die Wohn- und Esskultur der Nachkriegsjahre verwaltet; dort warten Gebrauchtwaren wie Möbel, Garderobe und Hausrat auf neue Besitzer oder Liebhaber.
Zum Service gehören auch Hausratsauflösungen, und bereits beim Sortieren erkennen die beiden Geschäftsfrauen, welche Dinge auf dem deutschen Gebrauchtwarenmarkt nicht mehr absetzbar sind - dann kommt die Osteuropa-Hilfe zum Zuge. Martina Peukert weiß, dass sie ein Service mit vier Tellern nicht ins Regal zu stellen braucht - unter sechs Exemplaren greift nach ihren Erfahrungen keine Sozialhilfe-Empfänger zu. "Wenn wir von Bedürftigkeit hier reden, dann ist das Jammern auf hohem Niveau, denn es ist nichts im Vergleich zu dem Elend, das Dr. Alemany sieht."

Bettpfannen oder Wolldecken, Schoko-Nikoläuse oder Küchenschränke: "Es gibt nichts, das ich nicht verwenden kann", stellt Dr. Alemany fest, die sich seit 15 Jahren für die Osteuropa-Hilfe der Csilla von Boeselager Stiftung engagiert und im ablaufenden Jahr mehr als 50 Lkw-Transporte organisiert hat. Zu ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern zählt neben Ehemann Dr. med. José Alemany auch Wolfram Münzner, ehemaliger Leiter des Josef Albers-Gymnasiums: Nicht nur die zahlreichen gesellschaftlichen Kontakte des Bottroper Mediziner-Ehepaars stellt Elisabeth Alemany in den Dienst ihres Hilfsprojekts, sondern auch Wohnung und Garage, denn oft wird der Lagerraum knapp. Schließlich ist "Allerhand aus einer Hand" nur eine der Quellen des West-Ost-Warentransfers.
Auch Krankenhäuser geben gern ab, was nicht mehr westlichen Standards entspricht. Inge Barth ist beeindruckt vom Organisationstalent der 68-Jährigen: Die Opel-Werke in Bochum werden mit Ersatzteilen aus Ungarn beliefert. Seit Dr. Alemany entdeckt hat, dass ihre Laderäume auf dem Rückweg leer sind, werden die Lkw zu ihrem Wohnhaus umgeleitet und voll gepackt. Wenn sie dann in einem Obdachlosen-Asyl in der Ukraine oder einem Behindertenheim in Rumänien entladen werden, dann erfüllt sich auch der Wunsch vieler Bottroper, die glauben, dass ihre gebrauchten Waren etwas Besseres als die Müllhalde verdient haben.

Dr. Elisabeth Alemany ist dankbar für
Spenden oder einen Zuschuss zu den Transportkosten
(Sparkasse Arnsberg-Sundern, Konto-Nr. 33 332, BLZ 466 50005). Mls
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